Gazprombank stellt Geschäftstätigkeit im Schweizer Finanzmarkt ein

Der Verwaltungsrat der Gazprombank (Schweiz) AG hat im Nachgang an die strategische Überprüfung verschiedener Optionen hinsichtlich der künftigen Geschäftsaktivitäten der Bank entschieden, die Geschäftstätigkeit im Schweizer Finanzmarkt einzustellen.

Die Gazprombank (Schweiz) AG stellt ihre Geschäftsaktivitäten im Schweizer Finanzmarkt ein, wie die Bank heute morgen in einer kurzen Medienmitteilung verlauten lässt. Bereits im Juli hat sich das Finanzinstitut einer selbstverordneten Strategie-Prüfung unterzogen und sich dabei auch offen für neue Finanzinvestoren gezeigt.

Der Entscheid ist das Ergebnis einer vertieften Strategie-Analyse und erfolgt in enger Absprache mit der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA.

Ivan Dun, Verwaltungsratspräsident der Gazprombank (Schweiz) AG

Das in Zürich-Zollikon domizilierte Finanzinstitut hat zu seiner besten Zeit rund 80 Mitarbeitende beschäftigt, die nun wohl ihren Job verlieren dürften. «Der Entscheid ist das Ergebnis einer vertieften Strategie-Analyse und erfolgt in enger Absprache mit der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA», betont Ivan Dun, Verwaltungsratspräsident der Gazprombank (Schweiz) AG. Bestehende, teilweise langjährige, Geschäftsbeziehungen – vornehmlich im Bereich der Exportfinanzierung (Trade Finance) – werden in den kommenden Monaten abgewickelt bzw. an externe Bankpartner übertragen, teilt die Bank weiter mit.

Mit der Einstellung der Geschäftsaktivitäten verliert der Schweizer Finanzplatz einen erfahrenen Anbieter von Bankdienstleistungen im Bereich der Exportfinanzierung, der bereits 1966 gegründet und seit 2009 als Gazprombank (Schweiz) AG firmierte. Inwieweit die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA die Entscheidungsfindung des Verwaltungsrates beeinflusste, ist nicht bekannt. Klar dürfte aber sein, dass der Schweizer Regulator den Prozess hinter den Kulissen eng begleitete.

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