Seit Ende Januar 2021 steigen die Zinssätze für Festhypotheken wieder an
Seit Anfang Jahr sind die Renditen der Schweizer Bundesobligationen am Steigen. Die langjährigen Festhypotheken machen die Bewegung im Grossen und Ganzen mit – wenn auch auf noch immer tiefem Niveau.
Zu Beginn der Corona-Krise notierten die Hypothekarzinssätze mit durchschnittlich 0.94% für fünfjährige und 1.02% für zehnjährige Laufzeiten fast auf dem historischen Zinstief von August 2019. Danach stiegen die Schweizer Hypothekenzinsen bis März 2020 steil an und bewegten sich dann bis Mitte November 2020 wellenförmig nach unten. Ab Mitte November 2020 gab es eine Plafonierung der Zinsen auf tiefem Niveau bis Ende Januar 2021.
Felix Oeschger, Analyst, MoneylandEine Explosion der Hypothekarzinsen ist aber im jetzigen Tiefzinsumfeld unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist eine Bodenbildung bei den Hypothekenzinsen auf tiefem Niveau mit leichten Auf- und Abbewegungen.
Seit Ende Januar 2021 steigen die Zinssätze für Festhypotheken wieder an. Momentan stehen die Zinssätze gemäss Hypotheken-Index von Moneyland bei durchschnittlich 0.96% für fünfjährige Hypotheken und 1.15% für zehnjährige Festhypotheken (Stand 9. Februar 2021). Das sind trotz des Anstiegs seit Anfang Februar 2021 immer noch tiefe Werte.
Etwas steilere Zinskurve
Die Zinskurve von Schweizer Festhypotheken ist zwar immer noch relativ flach, ist jedoch seit Anfang Jahr etwas angestiegen. Zum Jahresbeginn betrug die Zinsdifferenz zwischen Festhypotheken mit Laufzeiten von 2 und 10 Jahren rund 0.18 Prozentpunkte, mittlerweile hat sie sich auf 0.23 Prozentpunkte erhöht. Anders formuliert: Es gibt wieder einen leicht höheren Preisaufschlag für längere Laufzeiten.