Licht und Schatten am US-Arbeitsmarkt

Auf dem US-Arbeitsmarkt geht es weiter voran: Die Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt hat sich stärker aufgehellt als erwartet. Im Juni sind 850'000 Stellen neu geschaffen oder wiederbesetzt worden (der von starken saisonalen Effekten geprägte Agrarsektor wird hier ausgeklammert). Das war mehr als Analysten im Vorfeld prognostiziert hatten und auch deutlich mehr als im April und Mai erreicht wurde.

Besonders viele Stellen seien im Juni im Freizeit- und Gastgewerbe, im Erziehungswesen sowie im Einzelhandel hinzugekommen, ist einer Mitteilung des US-Arbeitsministeriums zu entnehmen. Die Arbeitslosenrate ist dennoch leicht von den 5,8 Prozent im Mai auf 5,9 Prozent angestiegen (siehe Grafik). Vor dem Ausbruch der Pandemie lag die Quote bei unter 4 Prozent. Der Anteil der Unterbeschäftigten hat sich demgegenüber zwar etwas reduziert. Er liegt mit 9,8 Prozent aber noch immer fast drei Prozentpunkte über dem Wert von vor der Pandemie. Die Partizipationsrate stagniert auf dem tiefen Niveau von 61,6 Prozent. Insgesamt ist der Arbeitsmarktbericht gemischt ausgefallen. An den globalen Finanzmärkten werden die Entwicklungen am US-Arbeitsmarkt genau verfolgt. Denn gemäss den Experten des VermögensZentrum (VZ) dürfte eine nachhaltige Erholung am Jobmarkt die US-Notenbank dazu veranlassen, ihre Anschubhilfe für die von der Corona-Pandemie gebeutelte Wirtschaft in absehbarer Zeit zu verringern.

Die Unterbeschäftigtenrate ist zwar etwas gesunken. Die US-Arbeitslosenquote und vor allem die Partizipationsrate verharren jedoch auf erhöhten Niveaus. Bildnachweis: Bureau of Labor Statistics
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