Bankgebühren in der Schweiz schnellen in die Höhe
Die Preise für Alltagsgüter sind im August 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent gestiegen. Gegenüber Juli 2023 hat sich die Teuerung aber deutlich abgeschwächt. Das zeigt der Comparis-Konsumentenpreisindex. Allerdings sind die Preise für Finanzielle Dienstleistungen markant gestiegen.
Im vergangenen Monat haben sich dennoch verschiedene Produkte verteuert. Am stärksten sind die Preise für Finanzielle Dienstleistungen – sprich Bankgebühren – gestiegen, nämlich um 6,8 Prozent (Juli: Preise unverändert, Juni: unverändert, Mai: plus 1 Prozent). «Begründet wurden höhere Bankgebühren von den Finanzinstituten in der Vergangenheit immer mit den schwierigen Bedingungen des Tiefstzinsumfeldes.
Dirk Renkert, Comparis-FinanzexperteDie Finanzinstitute erzielen nicht nur bei der verzögerten Weitergabe bei den Sparzinsen einen finanziellen Vorteil, sondern langen auch bei den Bankgebühren ordentlich zu.
Aber dieser Grund ist mit der deutlichen Anhebung der Leitzinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) weggefallen. Angesichts der gestiegenen Zinsen wäre eine Senkung zu erwarten gewesen», sagt Renkert. Doch haben die Finanzinstitute den Zinsvorteil nicht in gleichem Masse an die Kundschaft weitergegeben. So zeigte bereits eine Comparis-Analyse im Februar eine Spanne bei der damaligen Verzinsung von privaten Sparkonten von über 2 Prozent bis zu 0,25 Prozent. Hinzu kommt laut Renkert, dass die Gebühren im Anlagegeschäft im August gemäss Zahlen vom BFS nochmals deutlich erhöht wurden; nämlich im Schnitt um satte 11,6 Prozent. «So erzielen die Finanzinstitute nicht nur bei der verzögerten Weitergabe bei den Sparzinsen einen finanziellen Vorteil, sondern langen auch bei den Bankgebühren ordentlich zu», warnt der Comparis-Experte.