Der 3. Beitragszahler erweist sich als Garant für die Qualität des Schweizer Vorsorgesystems
Der 3. Beitragszahler hat im Jahr 2023 wieder zuverlässig geliefert: Kapitalmarktbeiträge steuerten nach Kosten 58 Milliarden Schweizer Franken an die Pensionskassenvermögen bei oder 11'370 Schweizer Franken für jeden Versicherten. Der letzte Woche veröffentlichte Report belegt die zentrale Rolle des 3. Beitragszahlers im Schweizer Vorsorgesystem, in welchem in diesem Jahr wichtige Weichen gestellt werden. Der Report belegt anhand von neuen Daten die positive Korrelation zwischen den Vermögensverwaltungskosten und den erzielten Renditen der Pensionskassen und zeigt auf, wie stark der 3. Beitragszahler für Neu-Versicherte in der BVG-Reform zu Tragen kommt.
Der letzte Woche veröffentlichte Report «Der 3. Beitragszahler: Starke Leistungen zeigen die Resilienz der Pensionskassen auf» belegt, dass die 2. Säule dank des langfristigen Effekts der Kapitalmarktbeiträge und der Dienstleistungen der Asset Management Branche für das Schweizer Vorsorgesystem elementar ist. Der Report räumt zudem mit den anhaltend kursierenden und von politischen Kreisen instrumentalisierten Mythen einer im Vergleich zur AHV «teuren und ineffizienten» 2. Säule auf: In dieser wird jeder während der Berufstätigkeit einbezahlte Franken ohne Steuerbeiträge verdreifacht. Neben den Arbeitnehmerbeiträgen stärken jene der Arbeitgeber und der 3. Beitragszahler das individuelle Pensionskassenvermögen.
Adrian Schatzmann, CEO der Asset Management Association Switzerland (AMAS)Ein professionelles Asset Management und eine erfahrene Anlagekommission sind von elementarer Bedeutung für die Anlagerendite und damit für die Verzinsung der Altersguthaben der Versicherten.
Im Jahr 2023 haben die rund 1'400 Schweizer Pensionskassen auf den Vermögen eine durchschnittliche Rendite von 5.1% erzielt. Damit haben die Pensionskassen auf einem Gesamtkapital von 1'120 Milliarden Schweizer Franken einen Anlageertrag von rund 58 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaftet. Das bedeutet für jeden Versicherten in der Schweiz einen zusätzlichen Betrag von 11'370 Schweizer Franken netto, also nach Abzug der Vermögensverwaltungskosten. Seit 2004 hat der 3. Beitragszahler über 500 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaftet, das sind rund 100'000 Schweizer Franken pro Destinatär.
Leicht gesunken sind 2023 die durchschnittlichen Vermögensverwaltungskosten und belaufen sich auf 49 Basispunkte, dies nach 56 Basispunkten im Vorjahr. «Die Vermögensverwaltungskosten der Pensionskassen sind ein Politikum, aber der einseitige Blick auf die Kosten ist nicht zielführend», sagt Adrian Schatzmann, CEO der Asset Management Association Switzerland (AMAS). «Gute Anlagerenditen zu erzielen hat seinen Preis. Entscheidend ist die Nettorendite». Der Report zeigt auf, dass bei den Pensionskassen Nettorendite und Vermögensverwaltungskosten korrelieren. Über die letzten 5 Jahre erreichten die besten Kassen trotz höherer Kosten eine Rendite von durchschnittlich 5.4%, während die Kassen mit tieferen Kosten lediglich eine Rendite von 2.1% erreicht haben.
Report «Der 3. Beitragszahler: Starke Leistungen zeigen die Resilienz der Pensionskassen auf»Im Jahr 2023 haben die rund 1'400 Schweizer Pensionskassen auf den Vermögen eine durchschnittliche Rendite von 5.1% erzielt.
Die Ergebnisse belegen damit auch, dass ein Teil der Schweizer Pensionskassen ihre Risikofähigkeit nicht ausschöpfen. «Ein professionelles Asset Management und eine erfahrene Anlagekommission sind von elementarer Bedeutung für die Anlagerendite und damit für die Verzinsung der Altersguthaben der Versicherten», hält Schatzmann fest. «Das Ziel muss eine Maximierung der Rendite basierend auf der individuellen Risikofähigkeit der Kasse sein. Nur so können Pensionskassen langfristig attraktive Leistungen in Form von grosszügigen Renten liefern.»
Mit der BVG-Reform werden die Weichen richtiggestellt, damit die Vorteile des 3. Beitragszahlers zugunsten aller Rentenbezüger zum Tragen kommen.