SNB erzielt einen Gewinn von 62,5 Milliarden Franken
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für die ersten drei Quartale 2024 einen hohen Gewinn von 62,5 Milliarden Franken aus. Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug 52,4 Milliarden Franken. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 16,6 Milliarden Franken. Der Verlust auf den Frankenpositionen belief sich auf 6,2 Milliarden Franken.
Das Ergebnis der SNB ist überwiegend von der Entwicklung der Gold, Devisen und Kapitalmärkte abhängig. Starke Schwankungen sind deshalb die Regel und Rückschlüsse auf das Jahresergebnis 2024 nur bedingt möglich.
Gewinn auf den Fremdwährungspositionen
Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen belief sich auf insgesamt 52,4 Milliarden Franken. Die Zins und Dividendenerträge betrugen 8,3 Milliarden Franken bzw. 2,4 Milliarden Franken, denen Zinsaufwände von 0,8 Milliarden Franken entgegenstanden. Es resultierten Kursgewinne von 6,7 Milliarden Franken auf Zinspapieren und instrumenten und von 27,9 Milliarden Franken auf. Beteiligungspapieren und instrumenten. Die wechselkursbedingten Gewinne beliefen sich auf insgesamt 7,9 Milliarden Franken.
Schweizerische Nationalbank (SNB)Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 16,6 Milliarden Franken.
Bewertungsgewinn auf dem Goldbestand
Auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand entstand ein Bewertungsgewinn von 16,6 Milliarden Franken. Das Gold wurde per Ende September 2024 zu 71'571 Franken pro Kilo gehandelt (Ende 2023: 55'593 Franken).
Verlust auf den Frankenpositionen
Der Verlust auf den Frankenpositionen betrug insgesamt 6,2 Milliarden Franken. Er resultierte im Wesentlichen aus der Verzinsung der Sichtguthaben auf Girokonten von 5,0 Milliarden Franken. Zusätzliche Zinsaufwände in Höhe von 1,4 Milliarden Franken ergaben sich aus liquiditätsabschöpfenden Operationen. Die SNB schöpft Liquidität mit Repogeschäften und mit eigenen Schuldverschreibungen ab. Die Zinserträge auf den gedeckten Darlehen beliefen sich auf 0,2 Milliarden Franken.
Rückstellungen für Währungsreserven
Per Ende September 2024 resultierte – vor der Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven – ein Gewinn von 62,5 Milliarden Franken. Artikel 30 Abs. 1 NBG schreibt der Nationalbank vor, Rückstellungen zu bilden, welche es erlauben, die Währungsreserven auf der geld und währungspolitisch erforderlichen Höhe zu halten. Die Zuweisung für das laufende Geschäftsjahr wird Ende Jahr festgelegt.