Strukturierte Produkte: Umsatz im dritten Quartal 2021 leicht unter Vorjahresniveau
Ein aktueller Wertschöpfungs-Report der Swiss Structured Products Association (SSPA) zeigt mit CHF 80 Milliarden leicht tiefere Umsätze mit Strukturierten Produkten im dritten Quartal 2021.
Auf Renditeoptimierungsprodukte entfallen im Q3/2021 mit 49% etwas weniger als die Hälfte der Gesamtumsätze (CHF 39 Mrd.). Hebelprodukte stellen mit 25% weiterhin den zweitgrössten Anteil am Gesamtumsatz dar. Aktienprodukte erzielen trotz eines leichten Umsatzrückgangs von CHF 48 Milliarden auf 47 Milliarden mit 59% den grössten Umsatzanteil (Vorjahr: 56%), gefolgt von Devisenprodukten mit 24%. Der nominale Umsatz auf dem Primärmarkt ist im Vergleich zur Vorjahresperiode mit CHF 42 Milliarden leicht tiefer und entspricht 53% des Gesamtumsatzes. Die wichtigsten Währungen sind EUR, USD und CHF mit einem Umsatzanteil von insgesamt 86%.
Markus Pfister, Präsident Swiss Structured Products Association (SSPA)Im dritten Quartal 2021 zeigt sich, dass Investoren das volatile Marktumfeld insbesondere mit Renditeoptimierungsprodukten für sich nutzen.
Die von Boston Consulting Group erstellte Statistik zur Wertschöpfung der Strukturierten Produkte berücksichtigt börsenkotierte als auch nicht börsenkotierte Produkte, die in oder für die Schweiz kreiert und national sowie international abgesetzt werden. An der Erhebung für das dritte Quartal 2021 haben die SSPA-Mitglieder Banque Cantonale Vaudoise, Barclays Capital, Credit Suisse, Goldman Sachs, Julius Bär, Leonteq, Raiffeisen Schweiz, Société Générale, UBS, Vontobel sowie die Zürcher Kantonalbank teilgenommen. Sie repräsentieren den Grossteil des Schweizer Marktes.
Wichtigste Entwicklungen im dritten Quartal 2021:
- Der Umsatzanteil von Renditeoptimierungsprodukten steigt im Berichtszeitraum auf 49% (Vorjahr: 46%); der nominale Umsatz bleibt konstant bei CHF 39 Mrd. Hebelprodukte verlieren im Vergleich zum Vorjahr, stellen mit 25% aber weiterhin den zweitgrössten Anteil am Gesamtumsatz dar (Vorjahr: 31%). Der nominale Umsatz reduziert sich auf CHF 20 Milliarden (Vorjahr: CHF 26 Milliarden). Im Q3 2021 hält sich der nominale Umsatz von Kapitalschutzprodukten im Vergleich zum Vorjahresquartal bei CHF 9 Milliarden und der Umsatzanteil steigt von 10% auf 12%. Der nominale Umsatz von Partizipationsprodukten sinkt auf CHF 10 Milliarden (Vorjahr: CHF 11 Milliarden) und macht unverändert 13% des Quartalsumsatzes aus.
- Trotz eines Rückgangs des nominalen Umsatzes von CHF 48 Milliarden auf CHF 47 Milliarden, erzielen Aktienprodukte mit 59% den grössten Umsatzanteil (Vorjahr: 56%). Der Anteil von Devisenprodukten am Gesamtumsatz beträgt weiterhin 24%; der nominale Umsatz geht auf CHF 19 Milliarden zurück (Vorjahr: CHF 21 Milliarden). Der nominale Umsatz von Anleiheprodukten liegt bei CHF 7 Milliarden (Vorjahr: CHF 9 Milliarden) und der Umsatzanteil fällt von 10% auf 8%.
- Nicht gelistete Produkte erzielen im Q3/2021 CHF 52 Mrd. (Vorjahr: CHF 53 Mrd.) und steigen somit auf 66% des Umsatzes (Vorjahr: 62%). Der nominale Umsatz von gelisteten Produkten fällt im Vergleich zum Vorjahr von CHF 32 Mrd. auf CHF 27 Mrd. und der Umsatzanteil sinkt somit von 38% auf 34%.
- Der nominale Umsatz von Primärmarktprodukten dominiert mit 53% des Gesamtumsatzes weiterhin, sinkt aber im Berichtszeitraum auf CHF 42 Milliarden (Vorjahr: CHF 43 Milliarden). Der Umsatzanteil des Sekundärmarktes fällt im Vergleich zum Vorjahresquartal von 49% auf 47% und erreicht einen nominalen Umsatz von CHF 38 Milliarden (Vorjahr: CHF 42 Milliarden).
- Der nominale Umsatz des EUR steigt im Q3/2021 auf CHF 34 Milliarden (Vorjahr: CHF 27 Milliarden) und einen Umsatzanteil von 42% (Vorjahr: 32%). Der USD-Anteil am Gesamtumsatz fällt mit CHF 26 Milliarden (Vorjahr: CHF 38 Milliarden ) stark von 44% auf 32%. Im Quartalsvergleich hat der CHF leicht an Umsatzanteil verloren (neu 11%, Vorjahr: 12%) und der nominale Umsatz sinkt ebenfalls leicht auf CHF 9 Milliarden (Vorjahr: CHF 10Milliarden ).
SSPA-Präsident Markus Pfister kommentiert: «Nach den Rekordumsätzen im Corona-Jahr 2020 normalisieren sich die Umsätze mit Strukturierten Produkten weiterhin. Im dritten Quartal 2021 zeigt sich, dass Investoren das volatile Marktumfeld insbesondere mit Renditeoptimierungsprodukten für sich nutzen und Anlagechancen aktiv wahrnehmen. Aktienprodukte werden weiterhin als erfolgsversprechende Anlagen gesehen.»