Dividendenperlen: So holen Anleger mehr aus ihrem Geld heraus

Zusatzeinkommen oder zusätzlicher Vermögenszuwachs: Viele Dividendenaktien sind lohnende Anlagen. Aber, worauf kommt es wirklich an?

Jahr für Jahr schütten viele Schweizer Firmen einen Teil ihres Gewinns als Dividende aus. Allein 2025 waren es über 60 Milliarden Franken. Von diesem Geldsegen profitieren Anlegerinnen und Anleger gleich mehrfach.

In den vergangenen 15 Jahren lag die durchschnittliche Dividendenrendite von Schweizer Aktien bei rund 3 Prozent. Wenn die Zinsen tief sind, ist das ein starkes Argument, um in Aktien zu investieren.

Christian Huber, Leiter Aktienresearch, VZ VermögensZentrum

In den vergangenen 15 Jahren lag die durchschnittliche Dividendenrendite von Schweizer Aktien bei rund 3 Prozent. Wenn die Zinsen tief sind, ist das ein starkes Argument, um in Aktien zu investieren. Ein weiterer Pluspunkt: Wenn der Lohn nach der Pensionierung wegfällt, sind Ausschüttungen ein willkommenes Einkommen. Und wer nicht auf dieses Geld angewiesen ist, kann es reinvestieren und den Zinseszinseffekt nutzen. Das beschleunigt das Wachstum des Vermögens. Ein Beispiel: Seit 1995 erzielte der SMI rund 4,7 Prozent Rendite pro Jahr – mit reinvestierten Dividenden waren es 7,7 Prozent (siehe Grafik).

Dividenden tragen viel zur Gesamtrendite bei
Seit 1995 legte der SMI im Schnitt 4,7 Prozent pro Jahr zu. Wurden alle Dividenden reinvestiert, stieg die Rendite auf 7,7 Prozent pro Jahr.

Dividendenperlen kann man selbst an der Börse kaufen. Auf diese Punkte sollten Sie achten:

Einzeltitel
Für Anleger ist die Dividendenrendite ein guter Indikator. Daneben spielt die Dividendenhistorie eine wichtige Rolle. Sie zeigt, ob die Ausschüttung regelmässig erfolgte oder sogar erhöht werden konnte. Ein Blick auf die Ausschüttungsquote und das Gewinnwachstum der Firma sind ebenfalls zentral.

ETF
Viele Anleger wollen ihre Anlagen breit diversifizieren. Für sie eignen sich Dividenden-ETF, die einen Index aus Dividendenaktien passiv abbilden. Der Ansatz ist relativ günstig, sodass mehr Rendite übrig bleibt.

Fonds
Auch Anlagefonds setzen auf Dividendenaktien. Bei vielen schmälern aber höhere Gebühren die Rendite.

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