Schweiz ist der kryptofreundlichste Markt im DACH-Raum
Eine neue Studie des Beratungsunternehmens BearingPoint zeigt, dass bereits 23 Prozent der Schweizer Bevölkerung Kryptowährungen nutzen. 37 Prozent betrachten sie als sinnvolle Investitionen. Auch dem digitalen Franken stehen Schweizerinnen und Schweizer positiv gegenüber. Das Vertrauen in staatliche Währungen und Gold bleibt weiterhin hoch.
Die Schweiz ist im DACH-Vergleich der offenste Markt für Kryptowährungen und digitale Geldformen. Gemäss der aktuellen BearingPoint-Studie nutzen bereits 23 Prozent der Schweizer Bevölkerung gelegentlich Kryptowährungen. Damit liegt die Schweiz deutlich vor Österreich (18 Prozent) und Deutschland (11 Prozent). Die Ergebnisse zeigen, dass Kryptowährungen in der Schweiz längst über den Status eines Nischenthemas hinausgewachsen sind. Die Schweiz weist nicht nur die höchste Nutzung im DACH-Raum auf, sondern auch die grösste Offenheit gegenüber digitalen Vermögenswerten und neuen Geldformen. Während Deutschland deutlich zurückhaltender bleibt, positioniert sich die Schweiz als Vorreitermarkt für die Akzeptanz digitaler Finanzinnovationen.
Katharina Casanova, Banking & Capital Markets, BearingPointDie Studie zeigt klar: Die Schweiz ist heute der kryptofreundlichste Markt im DACH-Raum
Besonders deutlich zeigt sich die Offenheit bei der Wahrnehmung von Kryptowährungen als Anlageform. 37 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer betrachten Kryptowährungen als geeignete Investitionen. In Österreich sind es 28 Prozent, in Deutschland 23 Prozent. Gleichzeitig glauben 45 Prozent der Schweizer Bevölkerung, dass Kryptowährungen künftig eine Rolle als internationale Handels- oder Reservewährung übernehmen könnten. Damit liegt die Schweiz bei dieser Einschätzung deutlich vor ihren Nachbarländern. «Die Ergebnisse zeigen, dass Kryptowährungen in der Schweiz längst kein Nischenthema mehr sind. Die hohe Nutzung, die Offenheit gegenüber digitalen Geldformen und das vergleichsweise grosse Vertrauen in Kryptowährungen als Anlageform unterstreichen die besondere Rolle der Schweiz im DACH-Raum. Für den Finanzplatz Schweiz entsteht daraus die Chance, neue digitale Finanzangebote voranzutreiben und gleichzeitig durch klare Regeln Stabilität zu sichern», sagt Katharina Casanova, Partnerin Banking & Capital Markets bei BearingPoint.
Innovationen und Vertrauen sind kein Widerspruch
Trotz hoher Akzeptanz digitaler Vermögenswerte bleibt das Vertrauen in etablierte Wertspeicher ausgeprägt. Staatliche Währungen werden weiterhin als wichtigste Grundlage für den Zahlungsverkehr betrachtet. 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer beurteilen staatliche Währungen als gutes oder sehr gutes Zahlungsmittel. Für 64 Prozent der Befragten ist Gold zugleich ein geeigneter Inflationsschutz und eine attraktive Anlageform. Die Ergebnisse zeigen damit kein Entweder-oder zwischen traditionellen und digitalen Finanzformen. Vielmehr entwickelt sich ein Finanzverständnis, in dem digitale Vermögenswerte zunehmend neben klassischen Stabilitätsankern bestehen.
Hohe Offenheit für einen digitalen Franken
Besonders ausgeprägt ist in der Schweiz das Interesse an digitalen Zentralbankwährungen. 44 Prozent der Befragten würden einen digitalen Franken beziehungsweise eine digitale Zentralbankwährung als Zahlungsmittel im Alltag nutzen. Der Wert liegt damit deutlich über Deutschland (29 Prozent) und Österreich (38 Prozent). «Die hohe Offenheit gegenüber einem digitalen Franken zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung neuen Geldformen grundsätzlich positiv gegenübersteht. Gleichzeitig bleibt das Vertrauen in staatliche Institutionen und etablierte Finanzstrukturen hoch. Diese Kombination aus Innovationsbereitschaft und Vertrauen ist ein wichtiger Standortvorteil für den Finanzplatz Schweiz», sagt Robert Bosch, Global Leader Financial Services bei BearingPoint.
Kryptowährungen bleiben vor allem ein Thema der jüngeren Generation
Die Nutzung von Kryptowährungen ist weiterhin stark vom Alter geprägt. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen nutzen bereits 36 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Kryptowährungen. Gleichzeitig bestehen weiterhin deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. In der Schweiz nutzen 31 Prozent der Männer Kryptowährungen, bei den Frauen liegt der Anteil bei 15 Prozent. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass sich der Kryptomarkt schrittweise weiterentwickelt und insbesondere durch jüngere Generationen getragen wird. Die zunehmende Nutzung digitaler Vermögenswerte dürfte damit langfristig auch auf den breiteren Finanzmarkt ausstrahlen. «Die Studie zeigt klar: Die Schweiz ist heute der kryptofreundlichste Markt im DACH-Raum. Gleichzeitig wäre bereits fast jede zweite Person offen für einen digitalen Franken. Das unterstreicht, dass Innovation und Vertrauen in der Schweiz kein Widerspruch sind. Für Finanzinstitute entstehen daraus attraktive Möglichkeiten, digitale Vermögenswerte und neue Geldformen kundenorientiert, sicher und regulatorisch verankert weiterzuentwickeln», resümiert Katharina Casanova, Partnerin Financial Services bei BearingPoint.