Nach den Midterms kennt die Wall Street historisch nur eine Richtung
Vor US-Zwischenwahlen sind die Aktienmärkte oft angespannt, im Halbjahr danach legten sie bisher ausnahmslos zu.
Am 3. November wählen die USA einen neuen Kongress, und für Aktienanlegende sind die Wochen davor traditionell eher unruhig: Vor Zwischenwahlen verlaufen die Märkte häufig schwächer und volatiler. Danach zeigt sich historisch ein anderes Bild. Seit 1950 legte der S&P 500 in den sechs Monaten nach einer Midterm-Wahl im Schnitt 12.6 Prozent zu, in einem durchschnittlichen Halbjahr waren es 4.4 Prozent. Alle 19 Fälle endeten im Plus (vgl. Grafik).
Matthias Ramser, Chief Investment Officer, Reichmuth & Co PrivatbankiersAuch über 2028 hinaus dürften Populismus und staatliche Intervention die US-Politik prägen, unabhängig davon, ob J.D. Vance antritt oder ein Demokrat.
Für die Märkte zählt vor allem, ob eine Partei klare Mehrheiten erringt oder ein geteilter Kongress die Gesetzgebung blockiert. Die Parteifarbe spielt eine geringere Rolle. Republikanische Mehrheiten begünstigen tendenziell Energie, Finanzwerte und Rüstung. Die Demokraten stützen dagegen Clean Energy und dürften den regulatorischen Druck auf Energie, Finanzwerte und Big Tech erhöhen.
Durchschnittlicher Verlauf des S&P 500 rund um US-Zwischenwahlen seit 1950