Wer die besten Börsentage verpasst, ruiniert seine Rendite
Wenn die Kurse einbrechen, stossen viele Anleger ihre Wertschriften ab. Sie nehmen die Verluste mit und verpassen die Erholung, die für die Rendite entscheidend ist.
Für die meisten Anleger ist die sogenannte Marktrendite ein vernünftiges Ziel. Eine marktgerechte Rendite bedeutet, langfristig immer etwa gleich viel zu gewinnen und zu verlieren wie der gesamte Markt. Diejenigen, die mehr wollen, machen oft gravierende Fehler. Sie gehen zu hohe Risiken ein, zahlen zu hohe Bankgebühren und lassen sich immer wieder vom Auf und Ab an den Börsen zu hektischen Umschichtungen verleiten, obwohl das nicht ihrem Risikoprofil entspricht. Ein Ausstieg im falschen Moment kann die Anlagerendite im Wertschriftendepot langfristig ruinieren.
Daniel Weinmann, Anlage-Experte, VZ VermögensZentrumEine marktgerechte Rendite bedeutet, langfristig immer etwa gleich viel zu gewinnen und zu verlieren wie der gesamte Markt. Diejenigen, die mehr wollen, machen oft gravierende Fehler.
Die zehn höchsten Tagesrenditen waren während der Finanzkrise 2008 und zu Anfang der Corona-Krise. Anleger, die solche Erholungstage verpassen, weil sie bei einem grösseren Kursrutsch ihre Wertschriften verkauft hatten, ruinieren nicht nur kurzfristig, sondern auch auf längere Sicht ihre Rendite.
Ein Beispiel: Der Schweizer Leitindex Swiss Market Index (SMI) stieg von Anfang 2008 bis Anfang März 2026 um mehr als 176 Prozent (inkl. Dividenden). Die Rendite der Anleger, die die drei besten Erholungstage nach den drei grössten Krisen seit 2008 verpassten, ist aber über 112 Prozentpunkte tiefer.
Wer sein Geld langfristig erfolgreich anlegen und wirkungsvoll vor Verlusten schützen möchte, sollte darum an den folgenden drei Grundsätzen festhalten: