2025 ist das Jahr der Energieinfrastruktur
Das letzte Jahr brachte bedeutende Veränderungen. Die USA, Japan, Frankreich, Mexiko, Indien, Südafrika und das Vereinigte Königreich wählten neue Regierungen. Deutschland steht kurz vor der Wahl und Anfang 2025 erreichten die letzten Moleküle des russischen Pipeline-Gases Europa durch die Ukraine.
Um die Entwicklungen in der Energieinfrastruktur dieses Jahres zu beleuchten, stellte Energy Infrastructure Partners kürzlich «Drei Trends für 2025: Das kommende Jahr in der Infrastruktur» vor.
Die Energienachfrage erreicht neue Rekorde
Bevölkerungswachstum, wirtschaftliche Entwicklung, Elektrifizierung, Digitalisierung und KI treiben – so wird erwartet – die weltweite Stromnachfrage weiter in die Höhe. Die Internationale Energieagentur prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg der weltweiten Stromnachfrage um 4%. Diese erfordert eine erhebliche Menge an neuer Energieinfrastruktur und eröffnet Investoren immense Möglichkeiten. «Sie bietet auch erhebliche Möglichkeiten zur Optimierung von Energiesystemen und zur Reduzierung von Volatilität. Neue Kraftwerke lassen sich nahe bei Rechenzentren bauen – und umgekehrt –, um Angebot und Nachfrage besser aufeinander abzustimmen. Zudem können Rechenzentren in Gebieten mit niedrigen Strompreisen entstehen, was die Nachfrage erhöht und die Schwankungen in diesen Märkten dämpft», sagt Peter Schümers, Partner und Co-Head Investments.
Erneuerbare Energieerzeugung überholt weltweit die Kohle
Erstmals sollen erneuerbare Technologien 2025 mehr Strom liefern als Kohlekraftwerke – ein Meilenstein der Energietransformation. Trotz möglicher politischer Widerstände bleibt die Perspektive für Investitionen in erneuerbare Energien stabil. «Der Schlüssel für Investoren besteht darin, einen disziplinierten Ansatz zu verfolgen und sich auf langfristige Grundlagen, statt auf kurzfristige Trends oder politische Impulse zu konzentrieren», kommentiert Flannan O’Mahony, Director Investments.
In einer unsicheren Welt ist Energiesicherheit nationale Sicherheit
Energie und Energiesicherheit sind zu obersten Prioritäten für Führungskräfte weltweit geworden. Viele Länder investieren in erneuerbare Energien als Schlüssel zur Energieunabhängigkeit. Sie investieren in ihre eigene Energieversorgung, oft in Sonne und Wind, die mehr Staaten zur Verfügung stehen als Kohlenwasserstoffressourcen. «Andere investieren in Flexibilität und Kapillarität in ihren Energieversorgungen, fügen neue Importoptionen hinzu und stärken Netze sowohl für Elektrizität als auch Moleküle», fügt Caterina Mattle, Managing Director Investments, an.