Unternehmer der früheren Generation treiben Outperformance von Familienunternehmen voran

Die Credit Suisse veröffentlicht im Rahmen ihrer jährlichen Asian Investment Conference den neusten Bericht «The Family 1000: Family values and value creation». Die Studie legt dar, dass Familienunternehmen seit 2006 in allen Regionen eine jährliche sektorbereinigte Überschussrendite von 300 Basispunkten im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen erzielen.

In der besagten Studie wird festgestellt, dass die Unternehmen der früheren Generation leistungsfähiger waren, was auf die frühere Phase ihres unternehmerischen Lebenszyklus und das damit einhergehende stärkere Wachstum zurückzuführen ist.

Die Studie zeigt weiterhin die langfristige Outperformance von Familienunternehmen im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen, obwohl sie bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung zurückhaltender sind.

Richard Kersley, Leiter Global Product Management, Credit Suisse

Im Jahr 2022 verbuchte «Qualität» als Aktienmarktstil oder -faktor in einer Welt steigender Anleihenrenditen Verluste und es wurde eine deutliche Umkehr der Performance von Familienunternehmen um rund 700 Basispunkte beobachtet, da es sich bei deren renditestarkem Modell um ein «Qualitätsmodell» handelt. Die Studien-Autoren halten jedoch an der Meinung fest, dass der Rückschlag im Jahr 2022 nur die ausserordentliche Outperformance, die im Jahr 2021 hauptsächlich von grossen Technologieunternehmen getragen wurde, entspannt hat und die relative Performance wieder auf längerfristige Trendniveaus zurückbringt. 2023 scheint der längerfristige Aufwärtstrend wieder aufgenommen zu werden.

Innovationsinput und -output
Ein besonderer Schwerpunkt des diesjährigen Berichts liegt auf dem Thema Innovation und Familienunternehmen. Eine Analyse des Family-1000-Universums zeigt, dass Familienunternehmen weniger für Forschung und Entwicklung (F&E) ausgeben als die nicht im Familienbesitz befindlichen Vergleichsunternehmen. Trotz der konservativeren F&E-Ausgaben oder des geringeren «innovativen Inputs» von Familienunternehmen können sie dank eines höheren unternehmensspezifischen Humankapitals, welches sich aus längeren Mitarbeiterzugehörigkeiten, einem stärkeren Sozialkapital und einem effizienteren Geschäftsmodell ergibt, einen höheren «innovativen Output» erzielen. Untersucht wurde auch der private Bereich von Gründerunternehmen

Die Studie untersuchte auch den privaten Bereich von Gründerunternehmen und führt die 100 wichtigsten Unicorns – private Unternehmen mit einer impliziten Bewertung von 1 Milliarde US-Dollar oder mehr – weltweit sowie ihre Rolle im Unternehmensumfeld auf. Die Zahl der Unicorns hat sich seit 2017, trotz eines in letzter Zeit schwierigen Finanzierungsumfelds, verfünffacht. Themen wie Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung dürften sich erheblich auf neue aufstrebende Unternehmen auswirken.

Die Studie «The Family 1000: Family values and value creation» der Credit Suisse findet sich hier.

Hauptbildnachweis: Walmart