Das Vertrauen und die AHV schwindet

Seit 2002 sind die Renten in der Schweiz um 16,4 Prozent gesunken. Die 13. AHV-Rente, die im Dezember erstmals ausbezahlt wird, bringt nur wenig Entlastung.

Zwar stammt seit Jahren ein zunehmender Teil der Altersleistungen aus der AHV, der Anteil der zweiten Säule geht dafür markant zurück. Denn die Pensionskassen mussten wegen der steigenden Lebenserwartung und des anhaltenden Tiefzinsumfelds umfassende Anpassungen vornehmen. Für die Pensionierung heisst das: Rentnerinnen und Rentner müssen mit weniger Geld aus den Vorsorgewerken planen. Häufig reicht es nicht einmal mehr, um die Hälfte des letzten Lohnes zu decken. Besonders betroffen sind Erwerbstätige mit mittleren und höheren Einkommen. Erstaunlich: Obwohl der Anteil der AHV an den Renten stetig wächst, ist das Vertrauen in die erste Säule hinter jenes in die Pensionskassen gefallen.

Erneut hat das Vertrauen in die AHV-Renten abgenommen. Nur noch ein Viertel der Befragten rechnet damit, dass die AHV-Rente sicher ist.

VZ Pensionierungs-Barometer

Der VZ Pensionierungs-Barometer untersucht die Entwicklung der Renten aus AHV und Pensionskassen sowie das Vertrauen in das Vorsorgesystem. 2026 erscheint der Barometer bereits zum achten Mal. Er setzt sich aus drei Indizes zusammen: Erwartungs-, Renten- und Vertrauensindex.

Während die AHV-Renten seit 2002 schrittweise erhöht worden sind und zusammen mit der 13. AHV-Rente Ende Jahr 32’760 Franken erreichen, sind die Pensionskassenrenten stark gesunken. Heute zahlen die Pensionskassen 40 Prozent weniger als 2002. In dieser Entwicklung kommen aber zwei grundverschiedene Herangehensweisen zum Ausdruck: So sind in der AHV die Renten zwar laufend erhöht worden, deren Finanzierung bleibt aber weitgehend ungelöst. Anders in der zweiten Säule: Die Pensionskassen haben die Probleme angepackt und die Finanzierung an die neuen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst. Dadurch steht die grosse Mehrheit der Vorsorgeeinrichtungen heute auf festen Beinen. Mit der AHV-Reform 2030 will der Bundesrat nun auch die erste Säule finanziell stabilisieren. In welchem Mass dies effektiv gelingen wird, hängt vom politischen Prozess ab.

In vielen Fällen reichen die Renten nicht aus, um finanziell genügend abgesichert in Pension zu gehen. Viele Leute unterschätzen dies nach wie vor, wie der Vertrauensindex zeigt:

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