To`ak: Die teuerste und edelste Schokolade der Welt

Im 19. Jahrhundert galt die extrem seltene ecuadorianische Kakao-Sorte «Nacional» bei den Chocolatiers als der wertvollste Kakao der Welt. Die Kakao-Bohnen wachsen im Dschungel von Ecuador. Die Schokolade von To`ak ist das süsse Pendant zu hochwertigen Weinen oder Spirituosen – und wird in einigen Fällen sogar wie Whisky gereift.

Die edelste und kostbarste Schokolade stammt nicht etwa aus der Schweiz. Nein, sie wird überraschenderweise in Ecuador hergestellt und unter dem Namen «To`ak» verkauft. Die Flaggschiff-Edition der süssen Köstlichkeit reift für vier Jahre in einem Cognac-Fass aus französischer Eiche und wird für 385 US-Dollar pro Tafel (!) verkauft. Die Region um Pietra de Plata ist die Wiege des ecuadorianischen Kakaos, zu vergleichen mit dem Burgund als Anbaugebiet für hochwertigen, französischen Rotwein. Besonders bemerkenswert ist der Umstand, dass die Kakao-Sorte «Nacional» auf eine Geschichte von 5’300 Jahren zurückblickt.

Von der Wall Street in den Dschungel
Jerry Toth ist der Gründer von To`ak. Auf der Suche nach einer neuen, weniger hektischen Aufgabe, reiste der einstige Wall Street-Banker nach Südamerika, wo er eine Nonprofit-Naturschutzorganisation gründete. Bald folgten erste Experimente mit Kakao. Das Ergebnis war To`ak, was so viel wie «Erde und Baum» bedeutet. Im Verlauf seines Schokoladen-Abenteuers schloss sich Jerry Toth mit dem einheimischen Kakaobauer Servio Pachard und dem österreichischen Designer Carl Schweizer zusammen. Gemeinsam beschlossen sie, eine höhere, experimentellere Form von Schokolade zu produzieren. Erstmals für Schlagzeilen sorgte der hohe Preis, als die edle Schokolade 2014 auf den Markt kam. Die dunkle Kostbarkeit galt fortan als teuerste Schokolade der Welt.

Eine Schokolade, die 18 Monate in einem 50 Jahre alten Cognac-Fass aus Frankreich reift, schmeckt einfach besonders.

Carl Schweizer

Der Kakao macht den hohen Preis aus
Der Kakao ist auch bei dieser exquisiten Schokolade der Hauptdarsteller. Dort wo die wertvollen Kakao-Bäume wachsen und gedeihen, finden sich keine befestigten Strassen. Grössere Strecken werden auf dem Rücken von Pferden oder mit einem Esel zurückgelegt. Durch die isolierte, geografische Lage hat sich in der Region keine Industrie angesiedelt, weshalb die sehr alten Kakaobäume erhalten blieben. Einzelne Kakao-Bäume in der Region Pietra de Plata sind über 130 Jahre alt. Der einheimische Kakaobauer Servio Pachard ist mit der Pflanze aufgewachsen. Er bewirtschaftet das Land rund um seine Finca bereits in vierter Generation und ist alleinerziehender Vater von sechs Kindern. Er suchte ein Leben im Einklang mit der Natur, so wie seine Vorfahren es kannten: Keine Massenproduktion, keine Chemikalien. Zu seinem Selbstverständnis als Kakao-Bauer befragt, sagt er: «Dieser Boden ist nicht meiner, ich bin nur zu Besuch da, für fünfzig, sechzig, siebzig Jahre».

Exklusive Verpackung
Die Flaggschiff-Ausgabe von To`ak wird in einer Box aus einheimischem Hartholz ausgeliefert, die in akribischer Handarbeit angefertigt wird. In jede Box ist eine individuelle Herstellungsnummer eingraviert. Darin finden sich neben der edlen Süssigkeit eine kleine Holzzange, eine 50-seitige Broschüre, in der die Firmengeschichte erzählt wird sowie ein Leitfaden für die korrekte Verkostung von dunkler Schokolade. Die Auflagen der Boxen sind streng limitiert – meist auf nur hundert Einheiten pro Ernte.

To`ak spendet ein Prozent seiner Einnahmen an die «Third Millenium Alliance»-Stiftung, die nachhaltige Projekte fördert. In Europa ist To`ak bislang nur im Online-Handel erhältlich: Zu finden ist die edle Schokolade in Internet unter www.toakchocolate.com.

Hauptbildnachweis: To`ak